Neuausrichtung
Am Anfang standen Fragen:
Wer sind wir? Was wollen wir sein? Wo wollen wir hin? Was macht das Christsein als Soldat aus? Was hat sich in der Bundeswehr geändert? Wie entwickelt sich unser Dienst weiter? Was heißt das für die Cornelius-Vereinigung?
Diese - und weitere - Fragen haben wir uns gestellt, sie diskutiert - und versucht zu beantworten.
diese Antwort haben wir in zweifacher Form versucht zu fassen: graphisch und in Worten. Herausgekommen ist der Versuch einer Neuausrichtung, einer Profilierung als christliche Gemeinschaft in einer Bundeswehr im Einsatz und in der Transformation.
Vor kurzem wurde in einer Predigt eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „älter, ärmer, kleiner – zur Zukunft der Kirche“ angekündigt. Dieser wenig optimistische Blick auf künftige Entwicklungen zeigt vor allem eines: Veränderungen geschehen, auch unerfreuliche. Ihre Ursachen sind vielfältig und komplex.
Doch muss man sie wirklich nur passiv erleiden? Auch für die CoV sind Veränderungen unausweichlich. Als Gemeinschaft, die den Zusatz „Christen in der Bundeswehr“ führt, kann sie ihre Augen nicht davor verschließen, dass sich die Christenheit, die Bundeswehr und auch die gesellschaftliche Wirklichkeit um beide herum verändern. Dies mag unangenehm sein. Sicher gibt Vertrautes Sicherheit. Doch es hilft nichts: Veränderungen finden statt. Die Frage ist allein, ob man sich diesen positiv stellen und sie gestalten will.
Die CoV hat diese Frage mit „Ja“ beantwortet. Auf ihrer Hauptversammlung im April 2006 hat sie daher eine Arbeitsgruppe einge-setzt, die Vorschläge für eine solche Gestaltung vorlegen sollte. Dies ist auf der diesjährigen Hauptversammlung geschehen. Das Ergebnis wird von der Gemeinschaft getragen und im Gebet begleitet.
Da nicht alle Mitglieder an der Hauptversammlung teilnehmen konnten, soll im Folgenden kurz dargestellt werden, worum es bei der „Neuausrichtung der CoV“ gehen soll. Dies ist deswegen wichtig, weil alle Glieder dieser Gemeinschaft auf ihre Weise daran teilhaben sollen.
Wie die chinesischen Schriftzeichen verdeutlichen, bedeutet eine Krise nicht nur Gefahr, sondern auch eine Chance. Wird man von Veränderungen erfasst, bedeutet jedes Verhalten dazu ein Handeln ins Ungewisse. Auch den Kopf in den Sand zu stecken oder gar hinzuschmeißen, stellt ein Verhalten dar. Es fällt nur schwer, solches Handeln so zu begreifen, dass damit die Chance der Krise ergriffen würde.
Wenn es um Wichtiges geht, muss entschlossen – trotz aller Ungewissheit – aktiv gehandelt werden, der Versuch unternommen werden zu gestalten. Christen werden immer sagen können, dass der Erfolg ihrer Bemühungen – ganz gleich in welchem Bereich des Lebens – am Segen Gottes hängt. Doch da wir dies selten im Voraus wissen, bleibt nichts anderes übrig, als im Vertrauen auf diesen Segen loszulegen. Allein darin liegt bereits ein großes Geschenk: Wir dürfen im Vertrauen auf ihn handeln. Dies bleibt so Vielen, die von diesem Gott nicht wissen, verborgen. Sie müssen allein auf ihr Geschick vertrauen – ein sehr sandiges Fundament.
Die Veränderungen um uns herum sind zur Normalität geworden und treffen nahezu alle Bereiche. Der Sparzwang trifft aufgrund gestiegener Konkurrenz von Akteuren und Anliegen beinahe jeden: die Seelsorge in der Bundeswehr, die Wirtschaft, die Politik, Sozialverbände – die CoV. Die Altersstruktur hat sich verändert. Und man muss immer wieder erwähnen: Zum Glück werden Menschen heute älter als früher, als noch mehr Leben durch Krieg und Krankheit frühzeitig beendet wurden. Es wäre verwunderlich, wenn dieser so genannte demografische Wandel vor der CoV halt gemacht hätte. Die CoV hat seit Jahren eine abnehmende Präsenz von aktiven Soldaten in ihrer Arbeit zu verzeichnen. Ehemalige sind zunehmend Mittelpunkt der Veranstaltungswirklichkeit der CoV geworden. Sie bestimmen die Rüstzeiten und auch Vorstand und Beirat. Diese Tatsachen haben zwangsläufig Auswirkungen auf die thematische Ausrichtung und das Erscheinungsbild der CoV.
Der Erfahrungsschatz der Ehemaligen ist zweifellos äußerst wertvoll für die CoV wie für jede Gemeinschaft. Er ist als wichtige Ergänzung und Reservoir von Ratschlägen sogar unverzichtbar, nicht nur aus beruflicher, sondern auch und vor allem aus christlicher Perspektive. Gleichwohl muss sich die CoV als Gemeinschaft von Christen in der Bundeswehr im Schwerpunkt um die aktiven Soldaten kümmern. Und deren Lebenswirlichkeit ist in vielen Bereichen signifikant unterschieden von der der Ehemaligen.
Die Bundeswehr hat sich seit Ende des Kalten Krieges dramatisch verändert und bleibt mitten in diesem Prozess. Der Begriff der „Transformation“, der für diese Veränderungen gebraucht wird, verdeutlicht die Erkenntnis, dass es kein Ende von Reformen geben wird, sondern es der ständigen Anpassung an sich wandelnde Herausforderungen bedarf. Die Streitkräfte werden zunehmend zu einer Einsatzarmee. Und da sich die Einsätze verändern, wird sich auch die Armee ständig verändern müssen, wenn sie Erfolg haben soll.
Auch die Welt, der die Soldaten entspringen, ist nicht mehr dieselbe wie noch vor 20 Jahren. Einerseits ist dies eine Binsenweisheit, andererseits muss man sich ihr aktiv stellen, wenn man die Bedürfnisse der heute aktiven Soldaten noch treffen will.
Neuausrichtung der CoV bedeutet also, sich auf die kurz angerissenen Veränderungen gestalterisch einzulassen. Es geht also nicht nur darum, aktive Soldaten für eine unveränderte Gemeinschaft als Mitglieder zu gewinnen, sondern mit Christen, die aktiven Soldaten sind bzw. zu deren Familien gehören, eine christliche Gemeinschaft im Vertrauen auf ihren Stifter fortzuentwickeln.
Eine solche Neuausrichtung hat bestimmte – dem militärischen Sprachgebrauch folgend - Auflagen zu berücksichtigen. Dazu gehört erstens, dass weniger Geld zur Verfügung steht als „in den guten Tagen“. Zweitens ist zu berücksichtigen, dass sich die Form des Miteinanders geändert haben. War es früher noch selbstverständlich, sich in mehreren Gemeinschaften aktiv zu enagieren, so ist dies vielen heute schlicht nicht mehr möglich. Versetzungen gehen heute auf-grund der Berufstätigkeit der Lebensgefährten weitaus seltener mit Umzügen einher, was durch die heute übliche Versetzungshäufigkeit und Auslandseinsätze noch verstärkt wird. Daher bilden Soldatenfamilien zunehmend einen räumlichen Lebensmittelpunkt. Die Soldaten sind in großer Zahl zu Pendlern geworden. Christen, die zugleich aktive Soldaten sind, scheinen sich dadurch mehr als in der Vergangenheit an die Gemeinden ihres Lebensmittelpunktes zu binden. Die verfügbare Zeit ist knapper geworden. Und wer wollte es Menschen verübeln, wenn sie ihre Zeit im Schwerpunkt ihrer Familie widmen und danach sehen, was noch übrig bleibt.
Diese Veränderungen der jeweiligen Lebenswirklichkeit muss sich auch die Wahl der Themen anpassen – die dritte Auflage. Die Auswirkungen der Auslandseinsätze bewegen die Christen in Uniform und ihre Familien. Dem muss sich eine Gemeinschaft von Christen in der Bundeswehr stellen. Dies gilt auch für Lebensentwürfe, die zunehmend – auch unter Christen - Akzeptanz finden.
Viele sind umgetrieben von einer Entwicklung, die oft mit „Entchristlichung“ überschrieben wird. Der Begriff suggeriert, dass es gar keinen Bedarf mehr an christlicher Gemeinschaft gäbe. Eine andere Sprache sprechen die Umfragen, die – wenngleich nicht repräsentativen – Umfragen, die die Arbeitsgruppe durchgeführt hat. Wie sehr viele groß angelegte Studien zur Sozialforschung ist festzustellen, dass die zunehmende Komplexität und Schnelllebigkeit des Alltags, Menschen vermehrt Sinnfragen stellen lässt. Der Mensch ist auf der Suche. Das war er immer und das ist er immer noch. Mag es eine Zeit gegeben haben, die vermeintlich leichte Antworten geben konnte, so ist sie vorbei. Auch diese Erkenntnis ist nicht neu. Eine christliche Gemeinschaft, muss sich den aktuellen Fragen stellen, nicht versuchen, früher als richtig empfundene Antworten zu geben, ohne auf die Frage eingegangen zu sein. Sie muss dies nicht deshalb tun, weil sonst ihre Existenz gefährdet wäre, sondern weil sie aufhörte, christliche Gemeinschaft zu sein. Die Gemeinschaft ist nicht der Zweck, sondern ein Mittel in der Hand ihres Stifters. Dies führt zur eigentlichen Bedingung für jede Neuausrichtung.
Neben Selbstverständnis, Selbstverpflichtung, Menschenbild, Gemeinschaft und Tradition der CoV, die im Leitbild von 2001 niedergelegt sind, sollten folgende Gedanken leitend sein.
„Wir glauben an die Aktualität der Guten Nachricht von Jesus Christus. Aus dieser Gewissheit wollen wir durch lebendige und über jede Distanz wirksame christliche Gemeinschaft Hilfestellung im Alltag des Christen in den Streitkräften, seiner Familie und seinem Alltag leisten“[1].
Der erklärte Wille, eine christliche Gemeinschaft sein zu wollen, hat Konsequenzen, die für Praxis auch der CoV grundlegend sind [2]:
• Ein Christ, d.h. ein Mensch der seine Rechtfertigung nicht mehr bei sich selbst, sondern allein bei Jesus Christus sucht, braucht Hilfe von außen. Das Wort Gottes, das Erlösung, Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit bringt, ist in den Mund und in seiner tätigen Form in die Hände von Menschen gegeben. Daher braucht der Christ den Christen. „Er braucht den Bruder als Träger und Verkündiger des göttlichen Heilswortes. Er braucht den Bruder allein um Christi Willen. Der Christus im eigenen Herzen ist schwächer als der Christus im Worte des Bruders; jener ist ungewiss, dieser ist gewiss. Damit ist das Ziel aller Gemeinschaft der Christen deutlich: sie be-gegnen einander als Bringer der Heilsbotschaft. Als solche lässt Gott sie zusammenkommen und schenkt ihnen Gemeinschaft. Allein durch Jesus Christus und die ‚fremde Gerechtigkeit’ ist ihre Gemeinschaft begründet“[3].
Menschen leben in Unfrieden mit Gott und anderen Menschen. Sie selbst können den jeweiligen Frieden auch nicht durch noch so vernunftgelei-tetes und altruistisches Handeln herbeiführen. „Christus hat den Weg zu Gott und zum Bruder freigemacht. Nun können Christen miteinander in Frieden leben, sie können einander lieben und dienen, sie können eins werden. Aber sie können es auch fortan nur durch Jesus Christus hindurch. Nur in Jesus Christus sind wir eins, nur durch ihn sind wir miteinander verbunden. Er bleibt in Ewigkeit der einzige Mittler“[4].
• Jesus Christus hat uns als wahrer Mensch und wahrer Gott angenommen. Durch diese Gnade sind wir in ihm. „Wo er ist, sind wir auch, in der Menschwerdung, im Kreuz und in der Auferste-hung. [...] Darum nennt uns die Schrift den Leib Christi. [...] Die wir hier in seiner Gemeinschaft leben, werden einst in ewiger Gemeinschaft bei ihm sein. Wer seinen Bruder ansieht, soll wissen, dass er ewig mit ihm vereinigt sein wird mit Jesus Christus. Christliche Gemeinschaft heißt Gemeinschaft durch und in Jesus Christus. Auf dieser Voraussetzung ruht alles, was die Schrift an Weisungen und Regeln für das gemeinsame Leben der gibt“[5].
Zusammengefasst bedeutet dies auch für die CoV, dass Gemeinschaft grundsätzlich notwendig ist für jeden Christen, dass auch diese Gemeinschaft nur durch Jesus Christus begründet ist, nicht durch Menschen, und dass alle Glieder der Gemeinschaft jetzt und in Ewigkeit Gemeinschaft mit Jesus Christus haben (werden). Unterschiede der Wertigkeiten gibt es nicht. Verstößt die CoV gegen diese Grundsätzlichkeiten, hört sie auf, christliche Gemeinschaft zu sein.
Und noch zwei weitere Aspekte der christlichen Gemeinschaft. Erstens: Weil Gott Gemeinschaft zwischen Christen stiftet, können Christen nicht nach ihren persön-lichen Bedürfnissen zusätzliche, außerordentliche Gemeinschaftserlebnis in jener gestifte-ten Gemeinschaft suchen wollen, die das Wesen der Gemeinschaft derart (zu) verändern (suchen), dass es zu einer ganz mensch-lich-weltlichen wandelt. Der Rahmen für das, was christliche Gemeinschaft ausmacht, ist durch den Stifter vorgegeben. Das heißt nicht Uniformität. Es heißt aber auch nicht schwärme-rische Beliebigkeit oder ängstliche Beschränkung. „Wer sich das Bild einer Gemeinschaft erträumt, der fordert von Gott, von dem Anderen und von sich selbst die Erfüllung. Er tritt als Fordernder in die Gemeinschaft der Christen, richtet sein eigenes Gesetzt auf und richtet danach die Brüder und Gott selbst“[6]. Gott hat die christliche Gemein-schaft bereits gestiftet, bevor wir waren. Daher gilt es „als die Dankenden und Empfangenden in das gemeinsame Leben mit anderen Christen“[7] einzutreten, so es sich denn tatsächlich um ein solches in obigem Sinne handelt.
Zweitens: Im Nächsten, im Bruder begegnen wir Christus selbst! Bedeutsameres kann kaum gesagt werden. Wenn dies die Grundlage des Miteinanders in einer christlichen Gemeinschaft ist, dann sind einige Formen des menschlichen Umgangs ausgeschlossen! Auf jeden Fall weicht der Streit der Dankbarkeit. Die Begegnung mit Brüdern ist nicht selbstverständlich. Vielen ist sie durch äußere Umstände versagt, so vielleicht auch dem Soldaten im Einsatz.
Schließlich muss sich die CoV insgesamt über folgendes klar sein: „Ein gemeinsames Leben unter dem Wort wird nur dort gesund bleiben, wo es sich nicht als Bewegung, als Orden, als Verein, als ‚Vereinigung der Frömmigkeit’ auftut, sondern wo es sich um ein Stück der Einen, heiligen, allgemeinen, christlichen Kirche versteht, wo es an Not, Kampf und Verheißung der ganzen Kirche handelnd und leidend teilnimmt“[8]. Die CoV soll die Form eines weltlichen Vereins für ihr Dasein als christliche Gemeinschaft in dieser Welt nut-zen. Sie darf aber nicht zu einem weltlichen Verein in bloßem Gewand werden. christlichemie vorstehenden Gedanken mögen dem ein oder anderen als unerreichbare Hürde erscheinen. Doch das sind sie nicht. Sie sind zum einen Richtschnur dafür, dass diese Gemeinschaft in Christi Sinne für die Belange der Menschen da ist. Und sie sind zweitens Ermahnung, dass es in einer christlichen Gemeinschaft nicht darum gehen darf, persönlich als Richtig Erkanntes, von anderen zu fordern.
Dies führt zu einem Bild, das eine künftige CoV von sich zeichnen können sollte: Sie muss gleichermaßen offen sein für suchende „Glaubensanfänger“ und suchende „Glaubensprofis“. Sie muss als christliche Gemeinschaft erkennbar sein, eine Identität als Gemeinschaft von Christen in der Bundeswehr entwickeln. eben diesen eher abstrakten Überlegungen gibt es konkrete Planun-gen, die noch im laufenden Jahr angegangen werden. Wichtigstes Projekt ist dabei eine Rüstzeit mit aktiven Soldaten und ihren Familien im Oktober. Daneben werden die Publikationen auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet. Der Sternbrief wird die zentrale Publikation der CoV bleiben – für seine Mitglieder. Er wird seinem traditionellen Anliegen verpflichtet bleiben, zur Erbauung beizutragen und zu informieren. Die bisherigen Mitteilungen können so integriert werden. Um diejenigen über die CoV zu informieren, die bislang noch nichts von ihr gehört haben, wird ein vierseitiges Informationsblatt erstellt und in den Einrichtungen des Zentralen Sa-nitätsdienstes ausgelegt. Den Bekanntheitsgrad zu steigern, wird auch Anliegen von Artikeln in den verschiedenen Publikationen der Bundeswehr sein. Solche Artikel werden in den nächsten Monaten diesen Zeitschriften zur Verfügung gestellt.
Es gilt, offen zu sein, für einen Entwicklungsprozess. Gemeinsame Wochenenden sind ebenso an bestehende Bedürfnisse anzupassen wie Formen des Gemeinschaftslebens. Wesentlich dabei wird die optimale Nutzung elektronischer Medien sein. Auch hier ist Offenheit gegenüber Veränderung gefragt: Wenn man per Internet in Afghanistan, Kosovo und Deutschland auch gemeinsam im Gebet sein kann, so ist dies eine große Chance.
Es gibt kein sicheres Erfolgsrezept. Doch es soll vertrauensvoll gehandelt werden – im Vertrauen auf den Stifter unserer Gemeinschaft, im Wissen um bestehendes Interesse und Bedürfnisse unter den aktiven Soldaten und ihren Angehörigen sowie mit dem Segen der derzeitigen Mitglieder der CoV. Es wird bei allen Bemühungen um die Neuausrichtung entscheidend darauf ankommen, den großen Fundus zu nutzen, über den unsere Ehemaligen verfügen. Wir brauchen einander, um eine lebendige Gemeinschaft zu sein. Deswegen sind auch sie aufgrufen, mit Rat, Gebet und tätige Mithilfe an der CoV mitzubauen.
Alle, die an einer Neuausrichtung arbeiten, dürfen sich der Losung der CoV aus dem Jahr 2006 gewiss sein: „In unserer Gemeinschaft lebt Jesus Christus.“ Die Vergegenwärtigung dieser Wahrheit kann befreites und vertrauensvolles Denken und Handeln in seinem Sinne entfesseln. Und auch die Jahreslosung 2006 kann Basis allen Handelns ins Ungewisse sein und Zuversicht begründen: „Gott spricht: Ich lasse Dich nicht fallen und verlasse Dich nicht“ (Josua 1,5).
[1] Vorstand der CoV: Zum Mehrwert der Cornelius-Vereinigung, in: Sternbrief 1/2005, S. 2f.
[2] Die hier dargelegten Gedanken stützen sich im Wesentlich auf Dietrich Bonhoeffers Ausführungen in „Gemeinsames Leben – Das Gebetbuch der Bibel“ (hrsg. von Gerhard L. Müller, Christian Kaiser Verlag, München 1987).
[3] Bonhoeffer, a.a.O., S. 19f.
[4] Ders., S. 20.
[5] Ders., S. 20f.
[6] Ders., S. 24.
[7] Ders., S. 24f.
[8] Ders., S. 34.