Wunder gibt es immer wieder - Familienrüstzeit Woltersdorf April 2022

08. April 2022  | erstellt von Udo Dickes

„Wunder gibt es immer wieder“

CoV- Jahresrüstzeit in Woltersdorf vom 08.-10.04.2022

Unter der Leitung von MilDekan A.C. Tübler vom MilPfrA Hamburg II trafen wir uns im EC-Bildungs- und Begegnungshaus vor den östlichen Toren von Berlin.
Dekan Tübler nutzte den Schlager aus den 70-iger Jahren von Katja Ebstein als Einstieg in die Frage: Was sind Wunder und geschehen sie auch heute noch?

Bei der Begrüßung nach dem Abendessen streiften wir diese Thematik nur kurz im Zusammenhang mit der Bekanntgabe des Programmes. Danach gestaltete Anna Wessel als Moderatorin ein kurzes Aufwärmprogramm, das im Anschluss zu langen und auch sehr langen persönlichen Unterhaltungen führte.

Am Samstagmorgen nahm uns A.C. Tübler in der Andacht mit in die Textgrundlage – Markus 6, 31-37 – hinein. Gleichzeitig schlug er aber auch eine theologische Brücke in die heutige Zeit, indem er auf den Unterschied von der Zeit als Dimension „Chronos“ (gr.) zu „Kairos“ (gr.) als den richtigen oder passenden Moment hinwies.

Auf Grund dieses Unterschiedes erarbeiteten wir dann in 3 Gruppen folgende Fragen:  

  1. Welche wunderbare Zeit habe ich erlebt?
  2. Was berührt mich in dieser Erzählung (Mk. 7) am meisten?
  3. Was verstehe ich nicht?

In der späteren Zusammenfassung der Gruppenarbeiten stellten sich dann die Ergebnisse fast ähnlich dar:

Zu 1.: Heute werden Wunder in der Regel erst später als solche in der Rückschau wahrgenommen, jedenfalls wesentlich seltener als zur Zeit Jesu Christi. Allerdings sahen viele Zeitgenossen Jesu IHN „nur“ als Wunderheiler, vorbildlichen Menschen und oft auch als politischen Befreier. Aber auch heute noch sehen IHN viele nicht als unseren Herrn und Heiland, sondern nur als Vorbild oder ethischen Lehrer. Jedoch ist ER Herr über  „Chronos“ und „Kairos“, und so handelt ER immer zur rechten Zeit. Wie oft merken wir heute Wunder erst viel später?

Zu 2.: Jesu Handeln geschieht nicht als große Schau, sondern ER nimmt vieles in einen intimen Rahmen. Ja er verbietet seinen Zeitgenossen oft sogar, von diesen Wundern weiter zu erzählen.

Zu 3.: Warum fällt es uns so schwer, immer auf den richtigen Zeitpunkt in Jesu Handeln und Eingreifen zu vertrauen? Geht uns dadurch die Sicht auf Wunder verloren?

In der CoV-Jahreshauptversammlung nach dem Mittagessen, nahmen die Vorstellung der neuen CoV-Homepage und Hermann Meyers Bericht über die Tätigkeiten von MMI, neben den üblichen Punkten zu Haushalt und Terminen, einen größeren Raum ein. Auch die Rüstzeiten und Rahmenbedingungen zu den 125-Jahrfeiern der CoV erforderten mehr Zeit. Auf Anregungen verschiedener Seiten wird die Festschrift zu unserem Jubiläum nun in gebundener Form als Buch in einer mittleren Auflagenhöhe erscheinen, um Interessenten aus unserem Umfeld, wie z.B. MilPfarrer, dies dann zu überreichen. Neben einem vorliegenden Angebot des LIT-Verlages, will Walter Linkmann vom EKA ein Angebot von der Ev. Verlagsanstalt (EVA) in Leipzig einholen.  

Nach Abschluss der Mitgliederversammlung mit einem Kaffeetrinken wurden die Ergebnisse vom Vormittag zusammengefasst (siehe oben). Zudem gab Dekan Tübler zum Krieg in der Ukraine eine sehr gute Lagebeschreibung aus seelsorgerlicher Perspektive.

Da dieses Mal keine Kinder und Jugendlichen dabeiwaren, gab es keine Fackelwanderung. Stattdessen machten wir nach dem Abendessen eine wunderschöne Abendwanderung mit Andacht. Der Abend klang dann gaaaanz langsam in gemütlichen Runden aus.

Mittelpunkte des Gottesdienstes am Sonntagmorgen bildete das Wunder Jesu in Kapernaum (Markus 2,1-12) und die Abendmahlsfeier, mit dem abschließenden Reisesegen.

Leider ging auch diese Mal eine erfüllte und gesegnete Zeit viel zu schnell zu Ende,
es bleibt aber die Vorfreude auf die nächste Rüstzeit.  



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